Rémy Ballot, Matthias Giesen/ Beethoven, Franck, Messiaen

Sechs der namhaftesten Organisten Europas reisen heuer nach St. Florian, um an Bruckners Orgel Anklänge an seine weltberühmten Improvisationen und Stücke zu musizieren. An jener Orgel, an welcher der der Meister selbst Themen für seine Symphonien wie z.B. für die VI. entwickelt hat.
Das nächtliche Feuerwerk der Orgelmusik wird heuer um Schlagwerk und Bläser erweitert und bietet außerdem einen besonderen musikalischen Höhepunkt: Die Sopranistin Fenja Lukas wird im Rahmen von „Junge Talente Oberösterreich“ ein Auftragswerk des Vorarlberger Komponisten Michael Floredo singen. Floredos 3. Sinfonie für drei Organisten wurde 2010 mit großem Erfolg an der Bruckner-Orgel uraufgeführt.
Konzipiert ist die Orgelnacht als mannigfaltiges raumakustisches Erlebnis für alle Sinne. Sie breitet sich als Ohren- und Augenschmaus vor dem Publikum aus, dank Live-Übertragung über 4 Kameras der sechs jeweils 30 bis 45 Minuten dauernden Konzerte auf eine große Seiden-Leinwand in den Altarraum. Diese lassen sich auch von einem der Liegestühle aus genießen. Eine Orgel-Bar vor der Basilika wird kulinarische Stärkung zwischen den Konzert-Blöcken gewährleisten.

Datum: Dienstag, 16. August 2016
Uhrzeit: 20.00 Uhr
Ort: Augustiner Chorherrenstift
St. Florian, Stiftsbasilika

Interpreten

Willibald Guggenmos, St. Gallen/CH

Orgel

Liudmilla Matsyura, Alcala de Henares/E

Orgel

Jean-Paul Imbert, Paris/F

Orgel

Benjamin Guélat, Zürich/CH

Orgel

Sergej Tcherepanov, Lübeck/D

Orgel

Jürgen Sonnentheil, Cuxhaven/D

Orgel

Fenja Lukas (Junge Talente Oberösterreich)

Sopran

European Brass Collective

Bläserensemble

Programm

20.00 Uhr – „Eine Hommage an Augustinus“

Willibald Guggenmos, St. Gallen/CH

Louis VIERNE (1870-1937): „Marche Triomphale“ op.46 (Bläser und Orgel)
Jacques VOGT (1810-1869): „Scène champêtre et Orage“
(Ländliche Szene und Gewittersturm)
Augustinus Franz KROPFREITER (1936-2003): „Improvisation über Themen von Bruckner: VIII. Symphonie, Messe f-Moll und Te Deum“
(Rekonstruktion: Willibald Guggenmos)
Jan NIELAND (1903-1963): „Marche Triomphale“
Léonce de SAINT-MARTIN (1886-1954): „Aria“ Op.39, „Carillon“, Op.11

21.00 Uhr – „Spanische Impressionen“
Liudmila Matsyura, Alcála de Henares/E

Jean LANGLAIS (1907-1991): „Incantation pour un Jour Saint“
Elena BUTUSOVA (*1963 ): „Variationen über einen geistlichen Gesang“
Flor PEETERS (1903-1986): „Concert piece“
Francisco TARREGA (1852-1909): „Memories of the Alhambra“
Bernardo JULIÁ (1922-2014): „Toccata aus der Suite gregoriana“

21.45 Uhr – „Jahrestage 2016“
Jean-Paul Imbert, Paris/F

Marcel DUPRÉ (1886-1971): Finale aus der sinfonischen Dichtung„ Evocation“
Franz LISZT (1811-1886): „Consolation“ in Des-Dur
„Les Préludes “ (Transkription: Jean-Paul Imbert)

22.30 Uhr – „Neues für St. Florian“
Benjamin Guélat, Zürich/CH
Fenja Lukas, Sopran
(Junge Talente Oberösterreichs)

Michael FLOREDO (*1967): „Kreuzwegstationen“ für Sopran, Orgel und Schlagwerk (Uraufführung)
Maurice Duruflé (1902-1986): Prélude, Adagio et Choral varié sur le Veni Creator op. 4 (1930)

23.30 Uhr – „Von Pfeifen und Blech”
Sergej Tcherepanov, Lübeck/D
European Brass Collective

Giovanni GABRIELI (1557-1612): „Sonata Pian‘ e Forte“
Gustav MAHLER (1860-1911): „Sinfonisches Finale“ aus der Sinfonie Nr. 3
Giovanni GABRIELI: „Canzon Septimi toni“
Johann Sebastian BACH (1685-1750): Sinfonia aus der Kantate
„Wir danken dir, Gott, “ BWV 29 (Transkr.: M. Dupré)
Sinfonie aus der Kantate „Wir müssen durch viel Trübsal, “
BWV 146 (Transkr.: M. Dupré)
Max REGER: Phantasie und Fuge über „B-A-C-H “op. 46

0.30 Uhr – „Nachtfantasien“
Jürgen Sonnentheil, Cuxhaven/D

Louis VIERNE (1871-1937): „Cathédrales“ aus der Quatrième Suite op. 55
Aloys CLAUSSMANN (1850-1926): „Invocation“ aus der Suite op. 52
Jeanne DEMESSIEUX (1921-1968): „Nr. 1 „Pointes“ (Allegro agitato)
Nr. 4 „Accords alternés“
aus den Six Études
Robert SCHUMANN (1810-1856): aus Studien für den Pedalflügel op. 56
Nr. 2 „Mit innigen Ausdruck“
Louis VIERNE: „Toccata“ aus der Deuxième suite op. 53